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Dönekes / Geschichten
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Gorden
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(übersandt von Bernd Langenhorst, Stenen Hues - 25.02.2004)
Opa
Kortendiek kam jeden Tag zu uns in die Gaststätte zum Frühschoppen. Hier wurde
dann so manches Bier und Körnchen zusammen mit Opa Benneweg, Recker, Bahde und Co
geleert. Opa Kortendiek stammte aus unserem Hause und so sah er es als seine
Aufgabe an, unsere Mutter gelegentlich auf ihre Aufgaben aufmerksam zu machen.
Eines Tage platzte unser Mutter der Kragen und sie sagte ihm: “Du hast zu
Hause vielleicht etwas zu sagen, aber hier nicht!“ Darauf guckte Opa
Kortendiek über seine Brille und Zigarre und antwortete: „Ik an Huse wat te
seggen? Wenn use Moder im Gorden is, süs nich!“

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Zigarre
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(übersandt von Bernd Langenhorst, Stenen Hues - 25.02.2004)
Eines
Tages, als der Frühschoppen mal wieder etwas länger dauerte, waren alle
Teilnehmer dementsprechend alkoholisiert. Opa Kortendiek war dann so ins
Gespräch vertieft, dass er sich eine Zigarre bestellte obwohl er noch eine in
der Hand hatte. Mein Vater hat also ganz geschwind eine neue Zigarre gebracht
und sie ihm angezündet, den Fotoapparat rausgeholt und einen Schnappschuss
gemacht, während Opa Kortendiek verdutzt überlegte, an welcher Zigarre er denn
ziehen sollte.

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Zwillinge
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(übersandt von Bernd Langenhorst, Stenen Hues - 25.02.2004)
Bei
Reinkes war Nachwuchs unterwegs. Früher wusste man ja noch nicht wie heute,
ob es Zwillinge gab. Jedenfalls nachdem die Zwei das Licht der Welt erblickt
hatten, wurde eines der anderen Kinder los geschickt, um Papa Bescheid zu
sagen. Der Kleine lief zum Feld, wo Vater arbeitete und sagte: „Papa komm
es gau, wie sünd an kleene Kinner kriegen, de Weige und den Backtrog sind all
Full!“

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Schwatte Pömpß
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(Anekdote von Lembecks Altbürgermeister und
Schuhmachermeister Johann Weßeling - aus dem Heimatkalender der Herrlichkeit
Lembeck 1978 - Bericht von Erich Wolf)
Es war zu der Zeit, als die Ursulinen in Dorsten erstmals
zivile Kleidung trugen. Im Gasthof Sprenger wartete eine Versammlung auf den
Bürgermeister. Der war aber in Dorsten bei einer Versammlung in der
Kreissparkasse. Als er endlich erschien, gab Bernhard Sprenger keine Ruhe,
denn er hatte auch von der Neuerung im Dorstener Kloster gehört und wollte
Genaueres wissen. Es entwickelte sich folgendes Zwiegespräch: "Segg es,
Johann, du kömms doch von Dössen, van ne Versammlung?" - "Joh." - "Bünt do ook
Ursulinen west?" - "Joh, Schwester Paula waß dohr." - "Waß se in Zivil?" -
"Joh." - "Watt harse denn an?" - "Ick weet nich - holl, ick weet doch:
Schwatte Pömpß."

Stand:
28.02.04 13:24 |